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Füllungstherapie - Kunststoffüllungen

Die Füllungstherapie ist ein Teilgebiet der Zahnmedizin mit dem Ziel kariöse oder andersartige Defekte an Zähnen zu beheben. Sie wird auch konservierende Therapie genannt, da durch das minimalinvasive Vorgehen bei der Kariesentfernung Zahnhartsubstanz geschont wird und der Zahn dadurch langfristig in seiner Funktion erhalten werden kann.

In unserer Praxis verwenden wir für den Seitenzahnbereich das plastische Füllungsmaterial Tetric Evo Ceram. Dabei handelt es sich um ein Nanohybridkomposit, welches sich durch zahlreiche Studien bei mehr als 100 Millionen Füllungen weltweit klinisch bewährt hat.

Durch gezielte Fortbildungen, einen strukturierter Arbeitsablauf, die Verwendung eines Kofferdams und die Arbeit unter optischer Vergrößerung mittels Lupenbrille, ist es uns möglich Ergebnisse zu schaffen, die nicht vom natürlichen Zahn zu unterscheiden und bis zu 15 Jahren haltbar sind. Mithilfe des sogenannten Kofferdams (ein Gummituch, welches über den zu behandelnden Zahn gespannt wird), können wir in unserer Praxis auch Amalgamfüllungen gegen Kunststoffüllungen austauschen, ohne das eine erhöhte Quecksilberbelastung für den Patienten die Folge ist.

 

 

Ästhetische Frontzahnfüllungen

Hochästhetische Kompositfüllungen im Frontzahnbereich sind eine Herausforderung. Meist  werden Frontzähne nur mit einer Kompositmasse gefüllt. Die ästhetischen Ergebnisse sind dementsprechend auch nur moderat bis schlecht.

Wenn man den komplexen Aufbau der Strukturen eines Frontzahnes genauestens im Licht betrachtet, versteht man warum eine naturgetreue Rekonstruktion eines Frontzahnes mehrere Kompositmassen erfordert um ein schönes Ergebnis zu erzielen. In unserer Praxis wird das hochästhetische Material Enamel  Plus HRi verwendet. Dieses von dem Italiener Dr. Lorenzo Vanini entwickelte Komposit gilt momentan als das weltweit beste Material bei ästhetischen Frontzahnfüllungen. Bei HRi Universal Enamel handelt es sich derzeit um den einzigen Kompositwerkstoff, der den gleichen Lichtbrechungseffekt wie natürlicher Zahnschmelz hat. Kunststoffüllungen dieser Art sind vom natürlichen Zahnschmelz nicht mehr zu unterscheiden.

Der zu rekonstruierende Zahn wird mit seinen anatomischen Strukturen von Außen nach Innen und auch von Innen nach Außen im Wechsel aufgebaut. Mindestens vier verschiedene Kompositmassen kommen schon bei kleinen Defekten zum Einsatz. Größere Füllungen erfordern mehr als sieben verschiedene Kompositmassen. Erfahrung, Geschicklichkeit und das Farbgefühl des Zahnarztes ermöglichen es zusammen mit diesem Material natürlich schöne Zähne zu schaffen.  Das Material eignet sich auch sehr gut für ästhetische Farb- und Formkorrekturen von fehlgebildeten oder z.B. durch Unfälle geschädigte Zähne. Hier dient das Komposit nicht nur als Füllungsmaterial sondern bietet die Möglichkeit den Zahn in seiner Form völlig neu zu modellieren. Die ursprüngliche Form des Zahnes kann so nach Unfällen wieder hergestellt werden. Es ist auch möglich kleine Stellungskorrekturen und Lückenschlüsse durchzuführen.

Im Vorfeld finden bei besonders difficilen Fällen wie beispielsweise Frontzahntraumen, Termine für eine Abformung und die Herstellung von Planungsmodellen, sowie die Farbbestimmung anhand von Fotos statt.

Grundleitfaden für die Vanini-Technik sind die fünf Dimensionen des Zahnes: Farbreinheit, Leuchtwert, Charakterisierung, Intensität und Opaleszenzen. Für diese fünf Bereiche wurde eigens eine Farbkarte (Colour Chart) entwickelt.

Für den Haftverbund wird der Zahn wie bei den herkömmlichen Füllungstherapien angeätzt und gebondet. Die erste Schicht besteht aus einer dünnen Schmelzmasse. Darauf folgt der Glas-Connector in einer hauchdünnen Schicht, um die natürliche Lichtreflektion darzustellen.  

 Der Dentinkern wird im Anschluss fächerförmig aus der Tiefe mit immer helleren Farbmassen der Reihe nach aufgebaut. In der letzten Schicht werden schließlich kleine Aussparungen für die Mamelons eingearbeitet. Anschließend ist wieder eine Schicht Glas-Connector aufzutragen. Die opaleszenten Schmelzmassen werden individuell für eine charakteristische Darstellung des Zahnes aufgetragen. Hierfür gibt es die weiße Intensivfarbe, sowie die Opaleszent-Massen  zum Beispiel für die inzisale Schneidekante. Farbliche Besonderheiten können gezielt durch Brauntöne kopiert werden.  

 Zum Abschluss folgt erneut eine Schicht Schmelzmasse. Jede Schicht wird gut ausgehärtet. Nach dem Einschleifen der Okklusion wird die Füllung mit drei verschiedenen Polierpasten - von grob nach fein - bearbeitet. Sie verleihen dem Composite einen natürlichen Hochglanz.  

Der Zeitaufwand für diese Füllungstechnik ist dementsprechend höher, als bei gewöhnlichen Kunststoffüllungen. Die Preise für die Behandlung müssen je nach Aufwand individuell kalkuliert werden. Gerne beraten wir Sie dazu in einem persönlichen Gespräch.